Neugeborenes im Krankenhaus

Großer-Bruder-to-be

Wie Bereite ich mein Kind auf das Geschwisterchen vor? 

Wird Eifersucht eine Rolle spielen? Ist mein Kind dann traurig, weil es nicht mehr Alleinherrscher in unserer Familie ist? Wird er regelmäßig zum Unterricht erscheinen oder verschlafe ich meistens? Das waren nur ein paar der Fragen, die ich mir stellte und die sich doch viele werdende Mütter stellen müssen, oder? 

Klar, die Entthronung steht jedem Kind, das ein Geschwisterchen bekommt bevor. Vor der Geburt wurde im Kindergarten noch stolz verkündet, dass man bald großer Bruder/Schwester wird, die harte Realität trifft manche Kinder jedoch dann unvorbereitet.

Wir hatten mit Eifersucht nie Probleme, erst jetzt, wo aus dem Baby, das nur schläft und manchmal schreit, ein mobiles Kleinkind wird, müssen Spielsachen geteilt werden und das schön gemalte Bild in Sicherheit gebracht werden. Das sorgte bereits für die ein oder andere Träne – die Babyphase war also im Großen und Ganzen konfliktloser, als von mir angenommen – was uns jetzt bevorsteht wird aber spannend.

Da bei unseren Zweien ein relativ großer Altersunterschied von 6 Jahren besteht, konnten wir dem Älteren gut erklären, was auf ihn zukommt. Das bald ein kleines Baby bei uns wohnen wird, das Mama viel brauchen wird und das es anfangs auch noch nicht viel macht, außer herumliegen und essen. 

Was ist dieses Bauchgefühl?

Mamas müssen in den ersten Wochen einfach nur auf ihr Bauchgefühl hören, hab ich oft gelesen. Leider war ich noch nie so gut bei diesem „auf das Bauchgefühl“ hören. Wie höre ich das? Spür ich das so, als ob ich dringend aufs Klo muss? Ich für mich habe beschlossen, dass auf mein Bauchgefühl hören einfach bedeutet, dass ich nicht zu viel nachdenke, (speziell nicht abends im Bett) und mir auch versuche kein schlechtes Gewissen zu machen, wenn wir mal wieder mehr Zeit vorm Fernseher verbracht haben, als im Schnee getobt zu sein.

Bis sich die neue Situation eingespielt hat und sich für alle „normal“ anfühlt, dauert seine Zeit. Das kann ich jetzt unterschreiben. Dennoch haben mir in der ersten Zeit einige „Tipps“ geholfen, um mit unterschiedlichen Situationen als neue „Zweifach-Mama“ umzugehen. 

Tipps Für Die Erste Zeit Mit Zwei Kindern: 

#1 altersgerecht auf Bruder/Schwester vorbereiten.

Großer Bruder oder große Schwester sein ist nicht immer leicht. Das sollte auch von Anfang an klar kommuniziert werden. Falsche Hoffnungen, wie: „Juhu, dann kommt das Geschwisterchen und du hast immer wen zum Spielen.“ sind ebenso nicht so toll, da Kindern, wenn das Baby dann da ist, nicht verstehen, warum es nicht mitspielen kann und wieso plötzlich die Toniebox nurmehr halb so laut aufgedreht werden darf. Wir haben uns zum Thema Schwangerschaft und Baby Bücher angeschaut und viel darüber gesprochen. 

#2 genug Papazeit einplanen

Ob nun für das ältere Kind oder für das Baby – immer wenn Papa da ist, bedeutet das Solo-Zeit und Aufmerksamkeit pur. Und nicht zu vergessen: Auch die Mama kann mal durchschnaufen!

#3 sich vom älteren Kind „helfen“ lassen

Die Windel muss gewechselt werden? Perfekt, da kann super geholfen werden. Manchmal hilft es auch, wenn man das ältere Kind um Rat fragt: „Glaubst du, ist das Wasser schon richtig warm?“ Das sollte aber immer ohne Zwang passieren, sonst erntet man nur Ablehnung. War bei uns dann so.

#4 nachsichtig sein

Nachsichtig sein und sich so wenig wie möglich stressen lassen – leichter gesagt, als getan. Aber ob die Wohnung in den ersten Wochen nach der Geburt immer aufgeräumt ist oder ob das große Kind plötzlich wieder im Elternbett schlafen möchte – einfach hinnehmen. 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.